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Doppelt so viele Einsätze wegen Hochwasser
Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Haselbach – viele Einsatzstunden


Im Gasthaus Gunda Häuslbetz hat die Freiwillige Feuerwehr Haselbach am Dreikönigstag traditionsgemäß ihre Jahreshauptversammlung abgehalten. Im Vordergrund stand dabei der starke Anstieg der Einsätze bedingt durch das Hochwasser und die Neuwahl des stellvertretenden Vorsitzenden.

Nach einer Schweigeminute für das verstorbene Mitglied Wolfgang Wagner und für den Pressevertreter der Gemeinde, Siegfried Schuster, blickte Versitzender Johann Sykora auf die Vereinsaktivitäten im abgelaufenen Jahr zurück. So wurde von der FFW ein Feuerwehrball, das Feuerwehrfest, die Christbaumversteigerung und als Gedenken an die verstorbenen Feuerwehrkameraden, die Segnung eines Gedenksteines organisiert. Jährlich wiederkehrende Ereignisse waren die Verkehrsregelung beim Faschingsumzug, das Florianifest, die Teilnahme an der Fronleichnamsprozession, das Vergleichsschießen mit der Patenkompanie, der Kirta-Auszug und die Totenehrung am Volkstrauertag. Daneben nahm man noch an der Fahnenweihe der FFW Obermiethnach teil. Die Wehr gratulierte außerdem zu acht runden und halbrunden Geburtstagen. Nach zwölf Neuaufnahmen, über die Hälfte Jugendliche, zählt die FFW Haselbach nun 208 Mitglieder.

Nach dem Kassenbericht und der Entlastung der Kassenwartin Anita Wanninger folgte der Bericht über das vergangene Jahr für die aktive Wehr durch Kommandant Reinhold Schläger. So wurden im Jahresverlauf bei drei Brandeinsätzen, 27 technischen Hilfeleistungen und drei Absperrdiensten und Sicherheitswachen 701 Einsatzstunden geleistet. Dies sind mehr als dreimal so viele Einsatzstunden wie in den Jahren zuvor. Allein sechzehn technische Hilfeleistungen waren dem Hochwasser in 2016 geschuldet. Neben dem Auspumpen von Kellern war auch mehrfach der Aufbau von Sandsackbarrieren bei Anwesen entlang der Menach erforderlich. Daneben sind, teilweise mit der Feuerwehr Dachsberg und den Feuerwehren der umliegenden Gemeinden sechs Einsatzübungen durchgeführt worden. Außerdem gab es zwei Maschinistenübungen, eine Winterschulung, die UVV-Belehrung sowie sechs Ausbildungseinheiten zum neuen Digitalfunk. An den Einsätzen und Übungen haben Michael Starzinger, Christoph und Michael Wanninger am häufigsten teilgenommen. Neben den Bewegungs- und Einweisungsfahrten mit dem Löschfahrzeug LF8/6 und dem Mehrzweckfahrzeug zählten zu den weiteren Ausbildungen eine Brandschutzerziehung in der 3. Klasse der Grundschule und ein Fahrsicherheitstraining. Nach dem Neuzugang von Lisa-Maria Groß, Ulrich Rinkl, Armin Starzinger und den Übertritt von Sebastian Gruber, Maximilian Grünig und Florian Starzinger in den aktiven Dienst, hat die Feuerwehr nun insgesamt 62 Aktive, davon zehn Frauen und drei Feuerwehranwärter.

Gerhard Wanninger berichtete im Anschluss von den Aktivitäten der Jugendfeuerwehr. Aufgrund eines starken Mitgliederzuwachses in 2016 besteht die Jugendgruppe derzeit aus 21 Jugendlichen. Neben praktischen Übungen und den Vorbereitungen auf verschiedene Abzeichen, habe man an der Jugendflamme Stufe 3, dem Wissenstest und dem bayerischen Jugendabzeichen sowie am Feuerwehrfest teilgenommen. Sehr großen Anklang fand bei den Jugendlichen die 24-Stunden-Übung. Hierbei mussten sechs „Einsätze“, angefangen von einem Brand, Verkehrsunfall mit Erster Hilfe bis hin zur Suche einer vermissten Person bewältigt werden. Für 2017 ist wieder die Beteiligung an unterschiedlichen Leistungsabzeichen, einer 24-Stunden-Übung, der Truppmann-Ausbildung und am Wissenstest geplant.

Anschließend berichtete Andreas Fischer über die Atemschutzabteilung der Wehr. Die Mannschaft besteht aus derzeit fünfzehn aktiven Atemschutzgeräteträgern. Nach dem Abschluss ihrer Ausbildung im März, werden Michael Wanninger und Ulrich Rinkl die Kameraden unterstützen. Die Atemschutzträger waren heuer bei einem Brand in einer Garage im Einsatz und bildeten sich in mehreren Übungen fort. Andreas Fischer berichtete dann noch kurz vom Helferfest in München, das von der Regierung von Bayern als Dank an alle Fluthelfer organisiert wurde.

Nachdem Heinrich Stahl das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden im November nieder gelegt hatte, stand hier eine Neuwahl auf dem Programmpunkt. Als neuer stellvertretender Vorsitzender bis zur nächsten Wahl der Vorstandschaft im Jahr 2018, wurde einstimmig Leo Poiger gewählt.
Der 1. Kommandant Reinhold Schläger nahm dann noch verschiedene Ernennungen vor. So wurde Michael Wanninger zum Feuerwehrmann und Christian Falter zum Oberfeuerwehrmann ernannt.

Nach den Anmerkungen des 1. Bürgermeisters zu den 701 Einsatzstunden und einer Vorschau auf die Aktivitäten im kommenden Vereinsjahr, endete die Versammlung mit einem von den Jagdpächtern Manfred Hausladen und Franz Merl gestifteten Rehragout-Essen, das von der Herbergsmutter Gunda Häuslbetz vorzüglich aufgekocht wurde.

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