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„Brand“ in alter Schmiede
Einsatzübung mit drei unterschiedlichen Herausforderungen

Für die erste große Einsatzübung des Jahres war durch den 1. Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Haselbach, Reinhold Schläger, ein metallverarbeitender Betrieb mit Schmiede in Rogendorf als Objekt ausgewählt worden. Zusammen mit der FFW Dachsberg, der FFW Mitterfels und BRK-Bereitschaft Haselbach hatte man den Brand eines Gebäudes zu bekämpfen, „Verletzte“ mit Hilfe von Hebekissen zu bergen, Erste Hilfe zu leisten und Gefahrgut zu sichern.

Unter Beobachtung von Kreisbrandmeister Günter Neuhierl, Bürgermeister Johann Sykora und einigen interessierten Nachbarn organisierte die FFW Haselbach mit ihren 27 Feuerwehrkräften den Aufbau der Wasserversorgung am Brandobjekt. Zeitgleich sorgte die FFW Dachsberg unter Führung ihrer Kommandanten Franz Probst und Markus Huber am Löschweiher für eine rasche und sichere Wasserversorgung, verlegte eine etwa 300 m lange Schlauchstrecke und schloss an den Verteiler der FFW Haselbach an. Die FFW Mitterfels unter Leitung der Kommandanten Franz Fischer und Christian Irlbeck errichtete zudem noch eine 2. Wasserversorgung von einem nahegelegenen Hydranten auf der anderen Seite des Gebäudes zur Versorgung des Tanklöschfahrzeuges. Eine besondere Gefahr bei der „Brandbekämpfung“ stellte dabei das Gasflaschenlager an der Außenseite des angenommen Brandobjektes dar. Dieses galt es vor einem Übergreifen der Flammen und der Hitze zu schützen.

Die beiden Trupps der Atemschutzträger der FFW Haselbach begannen ihren Einsatz mit einem Schnellangriff auf die Flammen im Inneren der Halle und der Suche nach den zwei gemeldeten vermissten Personen. Eine Person, die unter Schock stand und verwirrt umherlief, konnte relativ schnell den Einsatzkräften der BRK-Bereitschaft Haselbach zur Erstversorgung übergeben werden. Die zweite Person war dagegen unter massiven Eisenträgern eingeklemmt. Zur Bergung dieser verunfallten Person kamen der Rettungsspreizer sowie die Hebekissen der FFW Mitterfels zum Einsatz. Ebenfalls unter schweren Atemschutz mussten dabei die Feuerwehrkräfte der FFW Mitterfels agieren, da in der Werkhalle zusätzlich eine unbekannte Chemikalie ausgetreten war. Nach Abklärung, um welche Chemikalie es sich gehandelt hat, wurde diese unschädlich gemacht und die Halle belüftet. Den 6 BRK-Kräften unter der Leitung von Bereitschaftsleiter Erich Dietl und Adelheid Heisinger wurde die geborgene Person übergeben. In einem vorbereiteten Einsatzraum wurden dann die schweren Verletzungen an den Beinen, Kopf, Schulter und Arm fachmännisch versorgt und beide „Geschädigte“ bis zum Eintreffen eines Notarztes betreut. Nachdem alle vorgegebenen Aufgaben erfüllt waren, ertönte für die etwa 80 Rettungskräfte das Signal „Wasser halt“ als Zeichen für das Übungsende.

Bei der Abschlussbesprechung ging Reinhold Schläger nochmals auf die markanten Punkte zum Übungsablauf ein. Das Zusammenspiel der Einsatzkräfte und der Aufbau der Wasserversorgung hätten gut funktioniert, obwohl an diesem Objekt das erste Mal geübt wurde. Durch die eingesetzten Atemschutzträger und dem technischen Rettungswerkzeug der FFW Mitterfels konnten die „Übungsverletzten“ rasch geborgen und vom BRK versorgt werden. Kreisbrandmeister Günter Neuhierl kommentierte ebenfalls den Verlauf der Übung und verglich diese mit den Erfahrungen aus echten Einsätzen. Dabei wies er darauf hin, dass die Rettung von Menschenleben absoluten Vorrang habe. Bürgermeister Johann Sykora freute sich über die außerordentlich hohe Beteiligung an der Übung und dem reibungslosen Ablauf.

Zum Abschluss bedankte sich der 1. Kommandant der FFW Haselbach, Reinhold Schläger, mit einem Präsentkorb noch bei Christa Sykora, für die es die letzte Einsatzübung war. Nach über 22 Jahren aktiven Dienst bei der FFW Haselbach wurde sie in den wohlverdienten „Ruhestand“ verabschiedet.

Anschließend lud die Hausherrin Adelheid Heisinger die Einsatzkräfte zu einer kleinen Brotzeit ein, bevor, zurück im Feuerwehrhaus, die Fahrzeuge wieder für den nächsten Einsatz vorbereitet wurden.

 



 

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