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Religiöse Einrichtungen

 

 

Die Haselbacher Pfarrkirche St. Jakob, die 1713-1718 erbaut wurde, hatte Vorgängerkirchen an gleicher Stelle, was Ausgrabungen 1990 ergaben. Sicher gibt es schon seit 1130 Pfarrer in Haselbach. Von1225-1803 waren diese Pfarrer mit wenigen Ausnahmen Patres der Abtei Benediktiner-Abtei Oberalteich. Der bekannteste unter ihnen ist Balthasar Regler, der später Wallfahrtspfarrer auf dem Bogenberg war und sich als Komponist und Textdichter einen Namen machte. In seiner Zeit als Pfarrer von Haselbach wurde auch die sehenswerte Totentanz-Kapelle errichtet. Patron der Haselbacher Pfarrkirche ist der Hl. Apostel Jakobus der Ältere, der im Jahr 44 n. Chr. als erster der Apostel den Martyrertod erlitt. Auf diesen Pfarrpatron deutet vieles in der Kirche hin.

Die beiden großen Deckenbilder des Regensburger Kirchenmalers Weininger stellen den hl. Jakobus in Pilgertracht und als „matamoros“ (Maurentöter) dar. Sein Grab ist in Santiago de Compostela im äußersten Nordwesten Spaniens. Dort wird er auch verehrt als Patron und Anführer im Befreiungskampf gegen die Maurenherrschaft und dementsprechend kriegerisch dargestellt. Beide Deckenbilder sind auf Leinwand gemalt und mit dem Stuckrahmen an der Decke befestigt. Darunter befinden sich ältere Deckenfresken gleichen Inhalts.

Der Hochaltar ist ebenfalls dem Pfarrpatron gewidmet. Das Altarbild schuf Josef Anton Merz. Dem Himmel zuschwebend, die Martyrerpalme in der Hand, wird der hl. Jakobus umgeben von Engeln, die seine Attribute tragen: Pilgerhut und Pilgerstab, Siegeskranz und blutiges Hinrichtungsbeil. Im unteren Teil des Altarbilds – normalerweise verdeckt durch den Tabernakel – ist auf recht drastische Weise der irdische Tod des Apostels, seine Enthauptung, dargestellt. Rechts und links vom Hochaltarbild befinden sich die Figuren der hl. Johannes Paulus. Das Antependium zeigt das Letzte Abendmahl; im Auszug des Altars findet sich ein Bild des Diözesanpatrons St. Wolfgang.
 
Die beiden Seitenaltäre mit den darauf befindlichen geschnitzten Figuren stammen aus der Erbauungszeit der Kirche. Der linke Seitenaltar zeigt Maria mit dem segnenden Christuskind flankiert vom Hl. Josef und einer „Anna selbdritt“-Darstellung. Der rechte Seitenaltar beherbergt beim Volk besonders beliebte Heilige: Links der hl. Leonhard, rechts der hl. Florian, in der Mitte der hl. Stefanus.

Die Kirchenfenster zeigen neben dem Hochaltar Herz Jesu und Herz Mariä, im Chorraum die Christussymbole des Pelikans und des Lammes auf dem Buch mit den sieben Siegeln, im Kirchenschiff einige Heilige mit ihren Attributen: Jakobus (Wanderstab und Muschel), Notburga (Sichel), Aloisius (Lilie und Kreuz), Cäcilia (Orgel) und Isidor (Sense).

Beichtstuhl und Kanzel stammen ebenfalls aus der Zeit des Kirchenbaus. Das Bild des guten Hirten im Schalldeckel der Kanzel erinnert den Prediger daran, dass auch er ein guter Hirte sein soll. Was er predigen soll, zeigen ihm die vier Evangelisten mit ihrem Buch: die Frohbotschaft von unserer Erlösung in Jesus Christus. Aus der Zeit des Kirchenbaus dürfte auch der Erzengel Michael an der Nordwand und die Rosenkranzkönigin im Chorbogen stammen.

Die Totentanzkapelle ist direkt neben der Pfarrkirche.

 

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