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Volkstrauertag

Frieden beginnt in der Familie
Gemeinderat, Ortsvereine, Patenkompanie und Bevölkerung gedachten der Opfer von Kriegen, Gewalt und Terror - Gottesdienst in der Pfarrkirche mit anschließender Kranzniederlegung am Ehrenmal

Am Volkstrauertag gedachten der Gemeinderat mit erstem Bürgermeister Hans Sykora, die Pfarrgemeinde mit Pfarrer i. R. Prof. Karl Hausberger und Johann Six, die Krieger- und Soldatenkameradschaft mit ihrem 1. Vorsitzenden Ludwig Zollner, eine Abordnung der Patenkompanie unter der Führung von Major David Serfling, die Ortsvereine mit ihren Fahnen sowie Gemeindebürger gemeinsam der Toten und Vermissten der beiden Weltkriege sowie der Opfer von Gewalt und Terror in aller Welt.

Den Kirchenzug führte die Bläsergruppe „D´ Felsnstoana“ an, die auch die Messe in der Pfarrkirche musikalisch umrahmte. Böllerschüsse aus der Salutkanone der Krieger- und Soldatenkameradschaft begleiteten den Einzug in die Pfarrkirche. Pfarrer Hausberger gestaltete die Messe, in der es auch darum ging, dass Frieden zuerst in der Familie beginnt. Die Fürbitten erinnerten an die aus der Pfarrgemeinde Haselbach-Herrnfehlburg Gefallenen und Vermissten des I. und II. Weltkrieges und wurden durch Siegfried Schuster und Heinrich Stahl namentlich verlesen.
Nach der Messe versammelten sich die Teilnehmer zum Totengedenken am Ehrenmal. Dort hatten bereits Soldaten der Patenkompanie aus Bogen mit Stahlhelm und Fackeln Ehrenwache bezogen. Nach dem priesterlichen Segen durch den Geistlichen wandte sich erster Bürgermeister Hans Sykora an die angetretenen Ortsvereine und Teilnehmer aus der Gemeinde. Er erinnerte daran, dass es 70 Jahre nach Ende des II.

Weltkrieg in 25 Ländern der Erde immer noch Kriege, Terror und Vertreibung gibt. Was fehlt ist das miteinander reden, einander Verstehen und die eigene geistige Haltung zu den ungelösten Problemen der Weltpolitik und zum Rassismus. Frieden zu bewahren ist eine tägliche Herausforderung und beginnt in der Familie, in der Nachbarschaft, in Vereinen und in der Gemeinde. Das Reden im Miteinander, das Verständnis für den Anderen und die innere Einstellung zu Frieden und Gewalt sind der Weg zum Wunsch „Nie wieder Krieg“. Wir müssen unermüdliche und unbequeme Mahner bleiben und Wege aufzeigen, die es ermöglichen, Probleme ohne blutige Auseinandersetzungen zu lösen. „Wenn wir und die kommende Generation auf die Stimmen der Opfer hören, haben wir die Chance, einen guten Weg zu finden – den Weg der Gewaltlosigkeit mit dem Ziel Frieden und Freiheit“, so Johann Sykora.

Anschließend nahm er zusammen mit Ludwig Zollner die Totenehrung vor. Sie legten als sichtbares Zeichen des Gedenkens Kränze am Ehrenmal nieder. Die Bläsergruppe spielte dabei unter den Schüssen der Salutkanone das Lied “Vom Guten Kameraden” sowie die Nationalhymne. Im Anschluss an die Totenehrung dankte Erster Bürgermeister Hans Sykora den Geistlichen, dem Gemeinderat, der Abordnung der Patenkompanie, den Ortsvereinen und den Bürgern für die Gestaltung und ihr Mittun an dieser Feier. Der Zug marschierte dann mit Musik und begleitet von Böllerschüssen durch die Straubinger Straße nochmals am Ehrenmal vorbei und löste sich dann vor dem Gasthaus Gunda Häuslbetz auf, wo sich die Jahreshauptversammlung der KuSK Haselbach anschloss. 

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