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Seniorenausflug nach Mallersdorf

Senioren besuchten Mallerdorf

Über 30 Seniorinnen und Senioren der Pfarrgemeinde Haselbach/Herrnfehlburg unternahmen Mitte Oktober ihren letzten Ausflug im Jahre 2014 nach Mallersdorf, um das dortige Kloster zu besichtigen, das seit 1869 das Mutterhaus der Armen Franziskanerinnen von der Heiligen Familie ist. Die Seniorensprecherin Meta Sepaitner freute sich bei ihrer Begrüßung insbesondere über die Beteiligung des Seniorenbeauftragten der Gemeinde Albert Graßl und stellte das Nachmittagsprogramm vor.

Die etwa einstündige Fahrtzeit führte über Straubing durch das herbstliche Labertal. Nach der Ankunft im Kloster sahen sich die Teilnehmer zunächst einen Film über Dr. Paul Josef Nardini (1821 – 1862) an, der in Pirmasens Stadtpfarrer und Dekan war und dort am 2. März 1855 die Ordensgemeinschaft der Armen Franziskanerinnen gründete. Nachdem das Mutterhaus in Pirmasens schnell zu klein wurde und 90 Prozent der Niederlassungen in Bayern lag, entschloss sich die Schwesterngemeinschaft, 1869 einen Teil der 1803 säkularisierten Benektiner-Abtei Mallersdorf zu kaufen und das Mutterhaus hierhin zu verlegen.

Aus dem Wirkungsbereich der Schwestern wurde gezeigt, dass sie in den beiden Weltkriegen oft in Reservelazaretten eingesetzt waren. Auch Mallersdorf war eine solche Einrichtung. 1955 zählt die Kongregation bereits fast 3400 Schwestern und über 370 Einrichtungen. Im selben Jahr wird in Südafrika die erste Missionsstation gegründet. Seit 1991 ist das Ordensleben auch wieder in Rumänien aktiv, nachdem die Niederlassungen dort nach dem II. Weltkrieg verloren gegangen waren. Die Franziskanerinnen von der Heiligen Familie sind schwerpunktmäßig tätig in der Erziehung von Kindern und Jugendlichen in Schulen und Akademien, in der Pflege von alten und kranken Menschen, in den Pfarreien sowie in der Obdachlosenbetreuung.

In einem zweiten Teil des Besuchs erlebten die Senioren eine Kirchenführung, bei der die Geschichte der ehemaligen Benediktinerabtei eine zentrale Rolle spielte. Mathilde von Lupburg war die 9. Äbtissin von Niedermünster und baute sich ihr Schloss „Madilhardisdorf“, das von 1107 bis 1109 zu einem Kloster ausgebaut wurde. Die ersten Benediktinermönche kamen aus der Abtei Michelsberg in Bamberg. In 12. und 13. Jahrhundert verzeichnete das Kloster rege Bautätigkeit und religiösen sowie wissenschaftlichen Geist unter den 30 Mönchen.
Das 14. bis 17. Jahrhundert brachte insgesamt eine schwierige Zeit für das Kloster. Erst mit der Gründung der bayerischen Benediktinerkongregation 1684 setze wieder eine Blütezeit ein und das gemeinsame Noviziat der Kongregation wurde in Mallersdorf gegründet. 1803 erfolgte im Zuge der Säkularisation die Aufhebung der Abtei.
Nach diesen Informationen und Eindrücken sowie eines Erinnerungsfotos war Zeit zu einer Erholungspause gekommen. Bei Kaffee, Kuchen und Brotzeit saß man dann in gemütlicher Runde im Bräustüberl beisammen. Auf der Rückfahrt nach Haselbach dankte Olga Wiesmüller dem Fahrer für sein übersichtliches Fahren und gab die nächsten Termine für die Senioren bekannt.

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